alte-neue Winde

Die neue alte Winde

 

Als im Frühjahr während eines Lehrganges an unserer Startwinde RP-59 ein Defekt am Kühlwassersystem auftrat, erinnerte man sich an die Alte Winde auf dem Unimog und holte diese mit doppeltem Schleppervorspann aus der Halle. Die Winde startete mit einer Batterie sofort, hatte aber kein Seil und war für Kunststoffseil nicht vorbereitet. Daher hatte Hermann Fischer das Kühlwasserleck schneller beseitigt. Aber es war der Entschluß entstanden, die „Alte“ Winde (RP-03) als Reservewinde richtig herzurichten. Hilfstruppen begannen, die Trommel herzurichten und Kappvorrichtung und Rollen zu überprüfen.
Jetzt wurde im Werkraum beim Luftsportverband die Baustelle eingerichtet.

Udo begann mit Überlegungen, aus dem Unimog einen Anhänger zu bauen und machte viele Fotos für die Planung. Jetzt machten sich Udo und Hermann an die Arbeit und gewannen ein altgedientes Mitglied, Heinz Fassig, fit im Stahlbau, Kurt Heil und Heinz Gans  zur Unterstützung.
Udo hatte die Dimensionen der Deichsel und die Standsicherheit berechnet, Hermann und Kurt den Unimog hinter dem Fahrerhaus abgetrennt. Heinz Fassig hatte inzwischen die Stahlbauteile angefertigt, ein Stützrad von Kurt wurde am Unimog-Vorderteil  angebracht, jetzt konnte dieses  weggerollt werden. 
Heinz Fassig kam mit LKW, den Teilen und einem grossen Schweißgerät und die Deichsel
konnte eingebaut werden. Etwas Kummer machte das Abfangen des Kardanrohres, es ist aber gelungen.
Nachdem noch ein Stützrad gekauft war- übrigens mit 135,00 EUR die einzige Barausgabe stand jetzt der Windenanhänger erstmals auf seinen drei Beinen.
Alf Geisert hatte Jugend mobilisiert , da wurde abgeschmirgelt und angestrichen.
Hermann konnte Ulf Hadwiger  veranlassen, die Längsrollen zu erneuern und die Teile für die Änderung der Kappvorrichtung anzufertigen. Es war noch viel Kleinarbeit- Sitz ersetzen, Tank versetzen und das ganze Gefährt gerade zu stellen. Die sehr weichen Federn des Unimog sanken nämlich wegen des Trommelgewichts ungleich tief ein. Udo löste das Problem durch zwei Überbrückungen der Federn- jetzt steht das ganze fest und gerade.

Fa. Schumacher hatte inzwischen das 3-Rad Vorderteil abgeholt, sodaß wir die Winde „Aushallen“ konnten. Seil wurde aufgelegt, die Kappvorrichtung getestet und der erste Start stand bevor. Während des Fliegerlagers wurden Prüfungsschlepps zur Feststellung von Leistung und Standsicherheit durchgeführt und Udo, jetzt als Prüfer und Hemann als Mitauktor, waren zufrieden. Inzwischen liegen auch die Prüfpapiere vor, damit ist die Winde einsetzbar.

Die Winde kann mit Hilfe einer Heckstütze ohne angehängten Schlepper betrieben werden.

Einige kleine Wünsche wie z.B ein Handgashebel wurden nachträglich noch eingebaut. Im Winter wird noch hier und da ein wenig Farbe erneuert.

Damit haben wir jetzt eine funktionsbereite Reservewinde ohne finanziellen Aufwand, jedoch mit gemeinsamer Man- und Wife-Power für die Zukunft.

 

 

Hans-Udo HellrigelFPF2013002

 

 

Bilder folgen

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