Erster Alleinflug auf dem Motorflugzeug

Erster Alleinflug auf dem Motorflugzeug

Am 28.06.2026 hatte Maximilian Kron seinen ersten Alleinflug im Flugsportverein Bad
Sobernheim. Begeistert erzählt er:
„Vor fünf Jahren der erste Funke, im Urlaub entspannt auf der Liege die Wolken beim
Vorbeiziehen beobachtend: „Fliegen müsst man können“. Darauf eine Stimme im
Hintergrund: „Dann geh doch auf den Domberg, der ist gleich um die Ecke!“
Ein guter Ratschlag, denn gleich nach dem Reinschnuppern beim Pilot für einen Tag war mir
klar, freier als da oben kann man nicht sein. Hochmotiviert die LAPL Ausbildung begonnen,
jedoch mit doppeltem Nachwuchs, Hausumbau, Arbeitswechsel und diversen anderen
kleinen und großen Ablenkungen des Lebens, für mich dann doch zum Langstreckenprojekt
geworden.
Aber dann kam dieser Sonntagmorgen.
Das Wetter hätte kaum besser sein können: strahlender Sonnenschein, ruhige Luft und
beste Bedingungen zum Fliegen. Thomas und ich auf der PP ganz unspektakulär zwei
Platzrunden – alles lief wie gewohnt, kleine Korrekturen, starten, fliegen, landen, repead.
Dann am Rollhalt der 04, Thomas schaute mich an und fragte ganz beiläufig:
„Wie fühlst du dich heute?“
Ich, vermutlich bereits leicht unter Strom:
„Ähhh, ganz gut so weit. Und du?“
Was dann passierte, ging ziemlich schnell. Thomas warf die Haube auf, sodass der noch
laufende Propeller direkt vor uns meine Backen ordentlich flattern ließ. Anschließend stieg er
aus, machte sich auf den Weg und joggte ohne einen Blick zurück zum Segler-Pavillon. Dort
angekommen, ein freundliches Winken aus der Ferne und der Funkspruch:
„Du schaffst das jetzt auch allein.“
Gut. Danke für die Vorwarnung. Also einmal tief durchatmen. Checkliste im Kopf
durchgehen. Und dann mit dem dicken Daumen auf das Knöpfchen:
„PapaPapa, abflugbereit, Piste 04.“
Und plötzlich war ich tatsächlich allein. Hyperfokus an, drei Runden gefühlt nach zwei
Minuten schon wieder vorbei. Keine Katastrophen, kein „Pan Pan, Pan Pan“ und auch kein
überraschender Besuch auf irgendeinem Acker. Einfach drei geschmeidige Runden in
luftiger Freiheit.
Als ich wieder am Boden stand, war ich nass geschwitzt, hatte einen ordentlichen
Sonnenbrand und wahrscheinlich ein ziemlich breites Grinsen im Gesicht. Vor allem aber
waren da diese unglaublichen Glücksgefühle. Ganz alleine da oben, frei zwischen Himmel
und Wolken – und plötzlich wurde aus all den Stunden Ausbildung, Theorie, Platzrunden,
Wiederholungen und langen Pausen ein ganz besonderer Moment.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mich bis jetzt begleitet und
unterstützt haben. Ganz besonders natürlich an Thomas Rathmann, für seine Geduld &
Ruhe in jeder Fluglage und seine ehrenamtliche Arbeit als Vereinsfluglehrer, die es jedem
interessierten Normalsterblichen möglich macht, die Faszination des Fliegens zu erfahren.“